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Leistungsspektrum

Anästhesie, Intensivtherapie, Schmerztherapie, Weiterbildung

Anästhesie

Pro Jahr werden durch unsere Abteilung etwa 8500 Anästhesieverfahren durchgeführt. Sie werden täglich von den 27 Ärzten, darunter 6 Oberärzte, der Abteilung für Anästhesiologie bei den Operationen der verschiedensten Fachrichtungen angewandt.
Neben den verschiedenen Verfahren der Allgemeinanästhesie (Inhalationsanästhesie, total intravenöse Anästhesie – TIVA) liegt ein weiterer Schwerpunkt auch in der Anwendung und Durchführung von verschiedenen Regionalanästhesieverfahren. Dazu gehören neben den neuraxialen (rückenmarksnahen) Verfahren (Spinalanästhesie, Epiduralanästhesie) auch periphere Nervenblockaden (Plexusanästhesie interskalenär, infraclaviculär, axillär; Nervus femoralis und ischiadicusblockaden, i.v.-Regionalanäthesie). Regionalanästhesien werden entweder als Einzelinjektion oder als kontinuierliche Katheterverfahren angewandt. Die Punktion erfolgt dabei unter Ultraschallkontrolle.

Bei großen Eingriffen stehen uns als fremdblutsparende Maßnahmen die maschinelle Autotransfusion (Cell-saver) sowie eine differenzierte Gerinnungstherapie mittels Point-of-care Thrombelastographie-Diagnostik (RoTEM®) bereit. Unsere Patienten werden perioperativ mit modernsten Monitoring-Verfahren überwacht, so z.B. mittels Echokardiographie, PiCCO®-Katheter, Narcotrend®, etc.

Von unserer Klinik werden ebenfalls die Patienten anästhesiologisch betreut, die sich in unserer Verbundklinik in Neustadt bei Coburg einem operativen Eingriff unterziehen müssen. Dem orthopädisch-chirurgischem Schwerpunkt dieser Klinik entsprechend kommen hier besonders die ultraschallgesteuerten Schmerzkatheterverfahren zum Einsatz.

Intensivtherapie

Die operative Intensivstation 42 steht unter anästhesiologischer Leitung. Sie umfasst 12 Betten mit invasiver und nicht-invasiver Beatmungsmöglichkeit. Auf unserer Intensivtehrapiestation werden Patienten nach großen operativen Eingriffen oder schweren Verletzungen, Beatmungsproblemen (ARDS), geburtshilflichen Erkrankungen, Sepsis und Multiorganversagen behandelt. Dabei werden die Patienten durch einen Oberarzt mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin sowie Ärzten in fortgeschrittener Facharztausbildung optimal betreut.

Das Ärzte- und Pflegefachkraftteam stellt darüber hinaus die innerklinische Notfallversorgung auf den chirurgischen Stationen und Funktionsabteilungen sicher.
Der detaillierte Umgang mit verschiedenen Organersatzverfahren, die Anwendung verschiedenster Monitoringverfahren, der Einsatz von Defibrillationsgeräten oder Schrittmachern und die Benutzung von programmierbaren Injektions- und Infusionspumpen, das Anlegen von zentralen Venenkathetern sowie arteriellen Kathetern über verschiedenste Zugangswege (größtenteils ultraschallgesteuert) gehören hier zum Standard. Wichtige unterstützende Maßnahmen sind hierbei eine differenzierte Ernährungstherapie, hämodynamische Überwachung (PiCCO®, transthorakale und transösophageale Echokardiographie), Hämodialyse, individuelle Schmerz- und Ernährungstherapie.

Dabei soll für uns trotz aller technischen Möglichkeiten der Mensch im Mittelpunkt stehen, und unsere Ärzte und Pflegekräfte haben jederzeit ein offenes Ohr für unsere Patienten und deren Angehörige.

Schmerztherapie

Im Rahmen des postoperativen Akutschmerzdienstes werden Patienten mit Schmerzen in Zusammenhang mit einem operativen Eingriff betreut und versorgt. Hier kommen insbesondere neuraxiale und periphere Nervenblockaden, vornehmlich in Kathetertechnik zum Einsatz. Eine Schmerzvisite findet zweimal täglich durch Ärzte unserer Abteilung sowie speziell geschultes Pflegepersonal statt.

Patienten mit chronischen Schmerzen werden durch die Schmerztagesklinik (Chefarzt Dr. med. Post) übernommen und dauerhaft versorgt.

Weiterbildung

Chefarzt Dr. med. Probst besitzt seit 2016 die volle Weiterbildungsermächtigung zum Facharzt für Anästhesiologie (WO 2004) im Kooperation mit 2 weiteren Kliniken.
Innerhalb der Weiterbildungszeit von 60 Monaten müssen jeweils 6 Monate unter der Leitung von Dr. med. C. Sommer (Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie am Klinikum Kutzenberg) und Dr. med. Th. Keil (Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie am Klinikum Lichtenfels) abgeleistet werden.

Anhand eines abteilungsinternen Einarbeitungskonzeptes werden unsere Ärzte in Weiterbildung durch einen zugewiesenen Mentor für ca. 6 Monate in alle Arbeitsabläufe und Abteilungsstandards eingearbeitet.

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