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Endoprothetik und Spezialendoprothetik

Schmerzende Gelenke rauben Lebensqualität und führen unbehandelt auf lange Sicht zum Funktionsverlust. Schmerzen und Bewegungseinschränkung sind die häufigen Folgen von Arthrosen am Kniegelenk, Hüftgelenk und Schultergelenk. Zahlreiche Menschen sind von diesen Erkrankungen betroffen, sie rauben Lebensqualität und führen zu Beeinträchtigung im beruflichen Alltag, in der Freizeit und schränken die Berufs- sowie die Sportfähigkeit der Betroffenen erheblich ein. Dies wirkt sich allgemein auf den Körper nachteilig aus, vielfach führt fehlende Bewegung zu Folgekrankheiten der Zivilisation wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen mit zahlreichen sekundären Schäden an Organsystemen und auch dem Bewegungs- und Halteapparat. Aus diesem Grund ist in enger Abstimmung mit konservativer Therapie die moderne operative Endoprothetik in der Lage betroffenen Patienten zu helfen, ihnen häufig Lebensqualität und schmerzfreie Mobilität zurück zu geben.

Knie

Als größtes Gelenk des Menschen stellt das Kniegelenk die bewegliche Verbindung zwischen Schienbein (Tibia), Oberschenkelknochen (Femur) und Kniescheibe (Patella) her. Es setzt sich aus drei Anteilen zusammen: Dem Femorotibialgelenk zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein, dem Femoropatellargelenk zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe sowie den Menisken, die sich jeweils in den dazwischenliegenden Gelenkspalten befinden. Die einzelnen Gelenkanteile sind mit einer Knorpelschicht überzogen und werden von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umschlossen. Knorpel und Menisken haben zusammen die Wirkung eines Stoßdämpfers, zusätzlich wird das Gelenk durch Bandstrukturen wie die Kreuz- und Seitenbänder stabilisiert.

Eine Arthrose am Knie (Gonarthrose) wird häufig durch eine Beinachsenfehlstellung verursacht, kann jedoch auch als Folge von Verletzungen, rheumatischen und stoffwechselbedingten Erkrankungen sowie Fehlbildungen auftreten. Sind die Möglichkeiten der konservativen und der operativen gelenkerhaltenden Therapie ausgeschöpft, besteht die Möglichkeit einer Endoprothese. Je nachdem, wie weit die Arthrose bereits fortgeschritten ist, können entweder nur Teile oder aber die gesamte Oberfläche des Gelenks künstlich ersetzt werden. Ziel ist es, immer nur so viele Anteile des natürlichen Gelenks zu ersetzen wie unbedingt erforderlich, um die Stabilität und schmerzfreie Beweglichkeit des Kniegelenks wiederherzustellen.

Auch wenn die Endoprothese die Bewegungsfähigkeit des Knies wieder herzustellen vermag, geht mit einer schweren Kniegelenksarthrose meist eine deutliche Einschränkung sportlicher Aktivitäten einher. Vor allem Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball und Sportarten, die sehr abrupte Bewegungen beinhalten, sollten vermieden werden. Als geeignete Sportarten stuft die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin (DGSP) unter anderem Schwimmen, (Nordic) Walking oder Wandern ein.

Hüfte

Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftpfanne im Beckenknochen und dem Hüftkopf des Oberschenkelknochens. Die knorpelige Gleitschicht, die die Gelenkanteile umgibt, dient als eine Art Stoßdämpfer. Durch mechanische Hüftaufbaustörungen (z.B. Offset-Störung), Durchblutungsstörungen (z.B. Hüftkopfnekrose) oder entzündliche Erkrankungen (z.B. chronische Polyarthritis) kann es zu einem Knorpelverschleiß (Coxarthrose) kommen. Damit verbunden sind unter anderem Bewegungseinschränkungen, Belastungsschmerzen, Gelenkknirschen, Gelenkentzündungen, Schwellungen oder verspannte Muskeln und Sehnen.

Durch eine konservative Behandlung kann der Krankheitsverlauf der Arthrose zwar zunächst verlangsamt, jedoch nicht vollständig geheilt werden. Kommt es zu nachhaltigen Einschränkungen im Alltag, ist ein operativer Eingriff nötig. Hier wird zwischen verschiedenen Stadien der Arthrose unterschieden. Während bei einer mäßigen Arthrose durch einen gelenkerhaltenden Eingriff in Form einer Hüftgelenkarthroskopie bereits eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielt werden kann, ist im fortgeschrittenden Stadium die Implantation einer Hüftprothese erforderlich.

Auch wenn durch einen Gelenkersatz Beschwerdefreiheit erzielt werden kann, sind sportliche Aktivitäten nach einer schweren Hüftgelenksarthrose nur teilweise ratsam. „Low impact“-Sportarten wie Fahrradfahren, Schwimmen, Tauchen oder Golf sind jedoch in den meisten Fällen weiterhin möglich.

Schulter

Spricht man von der Schulter, so sind damit mehrere Gelenke gemeint: Das Schultergelenk (Glenohumeralgelenk), bestehend aus dem Oberarmkopf (Humerus) und der Gelenkpfanne des Schulterblatts (Glenoid), das Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk), das vom Schulterdach (Acromion) und dem seitlichen Ende des Schlüsselbeins (Clavicula) gebildet wird, sowie die „Verschiebeschicht“ (Thoracoscapuläre Gleitebene) zwischen Schulterblatt (Skapula) und Brustkorb (Thorax). Aufgrund ihrer Komplexität ist die Schulter für Verletzungen wie Knochenbrüche oder ausgekugelte Gelenke besonders anfällig. Ein Großteil aller Erkrankungen der Schulter ist jedoch verschleißbedingt.

Zu Beginn einer Schultergelenksarthrose (Omarthrose) treten zunächst Schmerzen bei rotierenden Bewegungen und beim seitliche Abspreizen des Armes auf. In dieser frühen Phase der Erkrankung kann eine Linderung häufig bereits durch vorübergehende Schonung und schmerzstillende Medikamente erreicht werden. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, bereiten sämtliche Bewegungen der Schulter starke Schmerzen und das Schultergelenk versteift zusehends. In diesem Fall sollte eine Schulterprothese in Erwägung gezogen werden.

Bei vielen Patienten lässt sich durch eine Schulterprothese die schmerzfreie Funktion des Schultergelenks wiederherstellen. Besonders im Alltag ist der betroffene Arm meist wieder gut einsetzbar, wohingegen schulterbelastende Sportarten in den meisten Fällen nicht zu empfehlen sind.

Revisionsendoprothetik Hüfte


Revisionsendoprothetik Knie


Seit Jahrzehnten nimmt die REGIOMED Klinik Neustadt einen zentralen Bereich bei der Behandlung von betroffenen Patienten mit Arthrosen der großen Gelenke ein. Intensive Fortbildung der Ärzte, der Therapeuten und des Pflegepersonals, zunehmend auch die Einführung modernster Implantate und Materialien bieten für betroffene Patienten einen hohen Nutzen. Insbesondere punktet die Klinik mit der persönlichen Atmosphäre sowie einer Behandlung auf dem Niveau einer Privatklinik.

Zunehmend rücken Folgekrankheiten nach Kunstgelenkersatz in den Blickpunkt des Interesses. Seit Jahrzehnten steigt die Häufigkeit der Primärimplantationen, damit nimmt naturgemäß auch die Notwendigkeit der Behandlung von Verschleißkomplikationen und Lockerungskomplikationen im Langzeitverlauf nach implantierten Kunstgelenken zu. Generell kann geschätzt werden, dass im Verlauf von 10 Jahren bei 5 bis 10 % der betroffenen Patienten eine neuerliche Operation notwendig wird. Hier sind in den letzten Jahren durch die Einführung neuer und moderner Prothesensysteme ganz erhebliche Fortschritte für betroffene Patienten zu verzeichnen. Insbesondere im letzten Jahr hat die Einführung von Revisionsprothesen und auch Spezialprothesen sowie Megaprothesen das Behandlungsspektrum in der REGIOMED Klinik Neustadt deutlich erweitert und wir bieten betroffenen Patienten ein überregionales Versorgungsangebot.

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