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Herzkatheterlabor

Im Mittelpunkt der  invasiven Herzdiagnostik steht der Herzkatheter. Ziel ist es, krankhafte Veränderungen, vor allem der Herzkranzgefäße, der Herzklappen oder des Herzmuskels zu untersuchen. Die Akutbehandlung des Herzinfarktes mit der Notwendigkeit der schnellen Gefäßwiedereröffnung ist unser oberstes Ziel. Die Aufdehnung von Engstellen (PTCA) und dem Einsetzen von Gefäßstützen (Stents) ist dazu heute die beste Therapieform.

Intrakoronare Druck- und Dopplerdrahtmesung

Die Bestimmung der funktionellen Flussreserve mittels Druckdraht ist ein etabliertes und validiertes Verfahren zur Bestimmung der klinischen Relevanz einer Koronarstenose und wird seit einigen Jahren auch in unserer Abteilung durchgeführt. Die Methode ist vor allem dann sinnvoll einsetzbar, wenn die Relevanz grenzwertiger Stenosierungen eingeschätzt werden soll.

Auch aufwendige interventionelle Therapieverfahren werden an unserem Haus vorgehalten.

CTO

Wiedereröffnung chronisch verschlossener Koronargefässe in ante- und retrograder Technik mit gleichzeitiger Kontrastmittelgabe über 2 Katheter

Hauptstammstenosen

Gerade bei isolierten Stenosen des Hauptstammes läßt sich durch die Katheterintervention mit Implantation medikamentfreisetzender Stents (DES) eine Bypassoperation mit gleich gutem Ergebnis verhindern.

ASA (Vorhofseptumaneurysma)-Verschluß bzw. PFO- Verschluss (Persistierendes Foramen ovale)

Verschluss einer Kurzschlussverbindung zwischen dem rechten und linken Herzvorhof, um Embolien, v.a. Schlaganfälle zu vermeiden.

Verschluss des linken Vorhofohres bei Patienten mit Vorhofflimmern

Bei Patienten mit Vorhofflimmern treten viele Schlaganfälle aufgrund einer Gerinnselbildung im Herzen und hier speziell im linken Herzohr auf, das Risiko beträgt ca. 5% pro Jahr.
Die bisherige Therapie besteht in einer Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten. Hierbei treten nicht selten (Risiko ca. 1%  pro Jahr) Blutungen auf. Diese Nebenwirkung  kann sehr schwer verlaufen und enden gelegentlich auch tödlich. Eine Alternative zur medikamentösen Therapie besteht in der Möglichkeit, das linke Vorhofohr, welches die Hauptquelle von Gerinnseln darstellt, mittels einer Katheterintervention zu verschließen. Die Vorhofohr-Verschluss-Systeme können während einer Herzkatheteruntersuchung unter Narkose in das linke Vorhofohr implantiert werden und verschließen dieses. Nach einigen Wochen hat sich körpereigenes Gewebe über dem „Schirm“ gebildet und das Vorhofohr ist komplett verschlossen. Somit können sich darin keine Gerinnsel mehr bilden und das Schlaganfallrisiko ist ebenso wie durch die medikamentöse Behandlung vermindert.

Bei entsprechender Fragestellung wird der Linksherzkatheter durch eine gleichzeitige Katheteruntersuchung des rechten Herzens ergänzt (Herzklappenfehler, Herzmuskelschwäche, Lungenschlagaderhochdruck, Kurzschlußverbindungen zwischen den rechten und linken Herzhöhlen. sog. "Shunts"). In der Vergangenheit wurden diagnostische Herzkatheteruntersuchungen üblicherweise über die Leistenschlagader durchgeführt. Dieser Zugangsweg wird zunehmend durch eine Untersuchung über die Handgelenkartherie ersetzt (radialer Zugang) mit dem Vorteil, dass der Patient sofort wieder aufstehen darf, falls keine Intervention erforderlich war.

Nichtinvasiv können die Herzkranzgefäße auch mittels eines Multislice-CTs der neuesten Generation bei geeigneten Patienten dargestellt werden. Die Untersuchung erfolgt in Kooperation mit der radiologischen Abteilung des Klinikums.

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