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Magnetokardiographie

Seit 2013 wird der Magnetokardiograph der Firma BMP-GmbH, Hamburg in der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, betrieben.

Magnetokardiographie (MKG) ist der Begriff für die Durchführung einer Analyse des Magnetfeldes des Herzens. Die Methode ist vergleichbar mit der Elektrokardiografie (EKG), der Analyse des elektrischen Feldes des Herzens – eine der grundlegenden diagnostischen Methoden der modernen Medizin. Das Elektrokardiogram entsteht durch die Aufzeichnung von elektrischen Strömen, die im Herzen fließen. Die Ausbreitung eines elektrischen Feldes jedoch wird behindert durch den elektrischen Widerstand des umgebenden Gewebes (Lungen, Brustkorb). Ein großer Anteil der Ströme, die im Herzen entstehen, wird aufgrund dieses Widerstandes nicht zur Körperoberfläche fortgeleitet und kann daher auch nicht gemessen werden. Jeder elektrische Strom erzeugt ein Magnetfeld, welches in seiner Ausbreitung nicht behindert wird. Zu den weiteren physikalischen Eigenschaften von Magnetfeldern gehört, dass in ihnen Informationen enthalten sind zu den Strömen, aus denen sie hervorgehen. Die MKG macht sich die nahezu ungehinderte Ausbreitung von Magnetfeldern und die darin enthaltenen Informationen zu Nutze.

Die Magnetfeldanalyse hat im Vergleich zur EKG eine deutliche höhere Sicherheit und Genauigkeit der ärztlichen Diagnose in Bezug auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung (KHK), einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch einen Herzinfarkt oder das erhöhte Risiko eines plötzlichen Herztodes. Nachteil der Methode ist der hohe Aufwand, der für die Analyse des Herzmagnetfeldes notwendig ist. Der Umweltmagnetismus ist vieltausendfach größer als das Magnetfeld des Herzens. Daher muss der Patient für die Messung in einem speziellen Untersuchungsraum abgeschirmt werden. Die Magnetfeldsensoren sind höchstempfindlich und aufwendig im Betrieb. Die Analyse des Magnetfeldes erfordert eine spezielle Computer-Software und Spezialkenntnisse des Arztes.

Die Kosten für eine Untersuchung sind im Vergleich zur EKG daher deutlich höher. Die Durchführung der Untersuchung ist für den Patienten unbedenklich. Sie ist vergleichbar mit einem Belastungs-EKG auf einem Fahrradergometer. Die Methode ist berührungsfrei. Es wird kein Kontrastmittel verwendet und keine Energie in irgendeiner Form – also auch keine Strahlen – dem Patienten zugeführt. Lediglich für den Fall, dass die/der zu Untersuchende nicht in der Lage ist, eine körperliche Belastung mit dem Pedalergometer zu erbringen, wird die zur eindeutigen Diagnosestellung notwendige Beschleunigung des Herzschlages durch Gabe von Medikamenten in eine Armvene angeregt. 

Bei dieser Untersuchungsvariante wird zusätzlich eine Echokardiografie (Herzultraschall) unmittelbar nach der Registrierung des Herzmagnetfeldes durchgeführt. Die Mehrkosten hierfür sind durch den nochmals erhöhten Aufwand erklärt. Die Arbeitsgruppe um Herrn Prof. Park, der den Magnetokardiographen der Fa. BMP-GmbH, Hamburg, entwickelt hat, konnte im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten eindrucksvoll den großen Nutzen der Belastungs-MKG Untersuchung zur nicht-invasiven KHK-Diagnostik, nämlich eine über 95%-ige Sensitivität und Spezifität belegen. Die Patienten Akzeptanz ist ausgesprochen gut, weil dem Patienten bei der MKG-Untersuchung keinerlei Strahlen, Magnetfeldenergie oder Untraschallenergie zugeführt wird.

Die präzise Diagnostik der KHK hat zur Folge, dass auf der einen Seite „unnötige“ Herzkatheter Untersuchungen vermieden werden, auf der anderen Seite durch eine Früherkennung der KHK, Patienten sich einer Stentprozedur unterziehen können, bevor es zu einem Herzinfarkt/Herzschädigung kommt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer

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