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Palliativmedizin und Hospiz

Die Palliativmedizin widmet sich unheilbar kranken Menschen mit fortgeschrittenem Leiden unabhängig von der Diagnose. Sie trägt dazu bei, dem Schwerkranken ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Dabei unterstützt sie auch die Angehörigen der Schwerstkranken. Dies erfordert eine möglichst ganzheitliche, individuelle Behandlung.

Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht im Sterben einen natürlichen Prozess. Das Leben soll nicht künstlich verlängert und der Sterbeprozess nicht beschleunigt werden. Palliativversorgung erfolgt interdisziplinär und multiprofessionell.

Weiterführende Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V..

Versorgungsnetzwerk Palliativmedizin

Sorge für die Weiterversorgung der Patienten tragen

  • stationäre Hospize (z.B. in Bayreuth, Erlangen, Meiningen, Naila; das Hospiz in Coburg ist derzeit im Bau und wird ab 2017/18 zur Verfügung stehen.)
  • der Sozialdienst und das Entlassmanagement des Klinikums
    (Frau Monika Matzel und Frau Janina Pflug)
  • der Hospizverein Coburg e.V. Hausärzte, niedergelassenen Onkologen
  • ambulante Pflegedienste und Pflegereinrichtungen
  • die entsprechenden medizinischen Abteilungen des Klinikums (Palliativstation, SAPV, Schmerzambulanz, Strahlentherapie, Urologie, Gynäkologie etc.)

Das "Hospiz- und Palliativnetzwerk Coburg" ist seit vielen Jahren gut etabliert (mit Pflegediensten, Apotheken, Hausärzten und niedergelassenen Onkologen, koordiniert durch den Hospizverein)

Die Palliativstation (Station 22) unter der Leitung von Herrn Prof. J. Kraft befindet sich auf der Ebene 5 im historischen Haupthaus des Klinikums Coburg.

Die "Gottwaldsche Villa" stammt aus der Gründerzeit und zeichnet sich durch eine helle, großzügige und freundliche Atmosphäre aus. Alle Räume (Einzel- u. Doppelzimmer) sind modern mit eigener Dusche, Nasszelle, Fernsehen, Telefon und individuellen Kühlschränken ausgestattet. Im Bedarfsfall besteht die Möglichkeit, als Angehöriger mit aufgenommen zu werden. Alle Möglichkeiten moderner Schmerztherapie, seelsorgerliche und psychologische sowie psychoonkologische Betreuung, palliative-care-Fachkräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, physikalische Therapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und Musik- sowie Kunsttherapeuten stehen je nach individuellem Bedarf zur Verfügung. Fachärztliche Versorgung rund um die Uhr an 365 Tagen ist selbstverständlich. Durch die unmittelbare Anbindung an das Akutkrankenhaus stehen im Bedarfsfalle alle ärztlichen Fachrichtungen zusätzlich ohne unnötige und belastende Transporte für den Patienten zur Verfügung. Im Vordergrund steht die ganzheitliche und von vielen Berufsgruppen getragene individuelle Betreuung des Menschen und seiner Angehörigen in der letzten Lebensphase. Neben der Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Schwäche und Depression bei schwerer Erkrankung unterstützt das Palliativteam die betroffenen Patienten und Angehörigen dabei, nach einer ca. 10- bis 14-tägigen stationären Behandlung wieder nach Hause zurückkehren zu können. Auch die Pflege und Begleitung in der Sterbephase unter Achtung der individuellen Wünsche ist ein wichtiges Ziel der Behandlung, soweit dies aufgrund der Schwere der Symptome zu Hause nicht möglich ist. 

Wer kann in die Palliativstation eingewiesen werden?

Die Palliativstation ist eine Akutstation. Eine Einweisung ist nach Voranmeldung z.B. durch den Hausarzt, einen niedergelassenen Facharzt oder auch als Verlegung von einer anderen Abteilung oder Klinik möglich. Vor Aufnahme findet stets eine Absprache statt, um Wünsche und Ziele einer Behandlung miteinander abzustimmen. Eine stationäre Einweisung ist die formale Voraussetzung der Aufnahme. Die Dauer des Aufenthaltes liegt im Allgemeinen zwischen 10 und 14 Tagen. Um nach Entlassung einen guten Übergang ins gewünschte Umfeld zu ermöglichen, unterstützen Sozialpädagogen, Ärzte und Pflegekräfte Patienten und Angehörige.

Grundlage der gemeinsamen Arbeit für die zu betreuenden Palliativpatienten sind die "Leitsätze für die Hospiz- und Palliativarbeit des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes" www.hospiz.net, eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten, Seelsorgern, Therapeuten und dem Hospizverein Coburg www.hospizverein-coburg.de, mit dem ein Kooperationsvertrag besteht, ist die Basis für eine gute Weiterbetreuung auch über den stationären Palliativaufenthalt hinaus.

Welche Erkrankungen führen zur Aufnahme in die Palliativstation?

Prinzipiell kommt die Aufnahme bei allen schweren und akutstationär zu behandelnden Erkrankungen in Betracht, die nicht heilbar und weit fortgeschritten sind und eine begrenzte Lebenserwartung aufweisen. Das Palliativteam strebt die Besserung körperlicher Krankheitsbeschwerden ebenso wie psychischer, sozialer und spiritueller Probleme stets unter Berücksichtigung individueller Wünsche und unter Achtung der Autonomie und Selbstbestimmtheit der betroffenen Patienten und Angehörigen an.

Häufige Erkrankungen, die zu einer Aufnahme in die Palliativstation führen, sind:

  • Krebserkrankung im späten Krankheitsstadium mit ausgeprägten Symptomen, wie Schmerzen, Übelkeit, Luftnot, Unruhezuständen, Magen-Darmproblemen und anderen.
  • Chronische Erkrankungen des Nervensystems mit weit fortgeschrittenem Symptombild, wie z.B. amyotrophe Lateralsklerose.
  • Andere schwere Erkrankungen im Spät- und Endstadium, wie terminale Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz mit ambulant nicht beherrschbaren Symptomen.
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