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Schmerztagesklinik

Bestehen Schmerzen über längere Zeit (Monate oder Jahre) mit Auswirkungen auf alle wichtigen Lebensbereiche, verursachen sie in der Regel einen erheblichen Leidensdruck mit entsprechender Beeinträchtigung von Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit. Man spricht dann von einer Schmerzchronifizierung mit der Entwicklung einer eigenständigen Schmerzerkrankung. Nicht selten sind betroffene Patienten seit Jahren erfolglos auf der Suche nach Hilfe, es werden auf vielfältige Art und Weise diagnostische und therapeutische Maßnahmen ausgeschöpft. Das Schmerzproblem wird dabei nicht selten zum zentralen „Lebensthema“ und ist begleitet von zahlreichen physischen, psychischen, aber auch sozialen Beeinträchtigungen. In dieser Situation ist eine multimodale Schmerztherapie indiziert.
Diese beinhaltet (fast) ausschließlich aktive bzw. aktivierende Therapieelemente mit dem Ziel, den Einfluss von Schmerz auf das Alltagsgeschehen zu verringern und so die Lebensqualität zu verbessern. Erforderlich für eine erfolgreiche Therapie ist die Motivation und aktive Mitarbeit des Patienten. Das behandelnde Team besteht aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Psychologen/Psychotherapeuten, Physiotherapeuten sowie Fachpflegerinnen. Bei Bedarf können zusätzlich benötigte Therapeuten hinzugezogen werden.

Therapiespektrum

Wir behandeln Patienten mit
• chronischen Rückenschmerzen
• Schmerzen im Bewegungsapparat
• Kopfschmerzen
• Tumorschmerzen
• Nervenschmerzen
• Fibromyalgie-Syndrom
• Phantomschmerzen

Therapieziele

  • Vermittlung von Gesundheitskompetenzen auf der Basis eines bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnisses
  • Förderung von Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit
  • Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Bewegungsumfang durch individuell angepasste Therapiemaßnahmen
  • Optimierung der medikamentösen Therapie
  • Integrativer Einsatz nicht-medikamentöser Verfahren
  • Förderung der Entspannungsfähigkeit

Therapieverfahren

Medizin

  • Vermittlung gesundheitsbezogener Kernkompetenzen
  • Optimierung medikamentöser Therapie (auch Entzug)
  • Akupunktur
  • Neuraltherapie
  • Gesprächstherapie
  • Integrativer Einsatz von Komplementärmedizinischen- und Naturheilverfahren (z.B. Blutegel, Phytotherapie, Schröpfen, Wickel, Aromatherapie, Ernährungsberatung)
  • Eventuell zusätzlich benötigte diagnostische Maßnahmen
  • Konsiliarische Vorstellung bei entsprechenden Fachdisziplinen

Psychologie/Psychotherapie

  • Vermittlung gesundheitsbezogener Kernkompetenzen
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Gesprächspsychologie
  • Systemische Therapie
  • Entspannungsverfahren
  • Hynotherapie

Physiotherapie

  • Vermittlung gesundheitsbezogener Kernkompetenzen
  • Gymnastik
  • Segmentale Stabilisation der Wirbelsäule
  • Trainingstherapie
  • Krankengymnastik am Gerät
  • Manuelle Therapie
  • Sensomotorisches Training
  • Physikalische Maßnahmen
  • Lymphdrainage
  • Pilates
  • Entspannungsverfahren
  • Kneipp
  • QiGong
  • Yoga
  • Spiegeltherapie
  • Bewegungsbad
  • Outdoor
  • Sturzprophylaxe
  • Alltagstransfer
  • Workhardening

Fachpflege

  • Vermittlung gesundheitsbezogener Kernkompetenzen
  • Achtsamkeit
  • Entspannungsverfahren
  • TENS
  • Biofeedback
  • Aromatherapie

Therapiegruppen

Blockprogramm:
Geschlossene Gruppe von 8 Patienten über einen Zeitraum von vier Wochen. Die tägliche Therapiezeit ist zwischen 8:30 und 16:00.
Nach etwa drei Monaten schließt sich daran eine einwöchige Nachsorgetherapie an.

Seniorengruppe:
Aktuell werden 16 Behandlungstage ein bis zweimal pro Woche angeboten.
Die Therapieinhalte sind an das Patientengut (höheres Lebensalter, größere körperliche Einschränkungen) angepasst.

Kinderkopfschmerzgruppe:
Zehn Behandlungstage mit einem Intensiveinstieg von drei bis fünf Tagen innerhalb der Ferienzeiten mit anschließend einem Therapienachmittag pro Woche.
Alter: 08 – 12 Jahre

Kopfschmerzgruppe Jugendliche:
Zehn Behandlungstage mit einem Intensiveinstieg von drei bis fünf Tagen innerhalb der Ferienzeiten mit anschließend einem Therapienachmittag pro Woche.
Alter: 13 – 16 Jahre

Unser Therapieangebot entwickelt sich ständig aus den Gegebenheiten und Anforderungen heraus weiter. Bitte informieren Sie sich gegebenenfalls telefonisch oder persönlich in unserem Sekretariat.

Ihr Weg zu uns

Besteht der Verdacht auf eine chronische Schmerzerkrankung bzw. die Notwendigkeit einer speziellen Schmerztherapie, erhalten Sie auf Anfrage einen Schmerzfragebogen zugeschickt. Nach dessen Rücksendung erfolgt nach ärztlicher Prüfung die Terminvergabe für eine zweitägige Eingangsuntersuchung bzw. für das MVZ Schmerztherapie.

Sind Sie für die Eingangsuntersuchung vorgesehen, wird diese an zwei Tagen durchgeführt. Sie werden dabei medizinisch, psychologisch/psychotherapeutisch, physiotherapeutisch und fachpflegerisch untersucht. Ziel dieser Maßnahme ist zum einen eine Diagnosestellung sowie eine Einschätzung Ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit, zum anderen werden die Indikationskriterien zur Durchführung einer multimodalen Schmerztherapie geprüft. In einem abschließenden Gespräch werden Diagnosen und weiteres Vorgehen ausführlich mit Ihnen besprochen. Der einweisende Arzt erhält einen abschließenden Befundbericht. Sowohl die Eingangsuntersuchung als auch die bedarfsweise daran anschließende Therapie wird im teilstationären Setting durchgeführt. Es wird daher ein jeweils gültiger Einweisungsschein benötigt.

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