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Viszeralmedizinische Abteilung

Im April 2015 haben sich die Abteilungen für Allgemein-/Viszeralchirurgie und Gastroenterologie zur gemeinsamen Viszeralmedizinischen Abteilung zusammengeschlossen. Patienten mit Erkrankungen des Bauchraums werden seitdem von der Aufnahme bis zur Entlassung durchgehend in einer Abteilung behandelt. Sie werden - wann immer medizinisch notwendig und sinnvoll - von Ärzten beider Fachrichtungen untersucht und behandelt, die sich dabei ständig über den Behandlungsfortschritt austauschen und im Rahmen eines Systems der kurzen Wege und schnellen Entscheidungen interdisziplinär zusammenarbeiten. Dies gilt sowohl für die Arbeit auf den Stationen als auch für die Notfallversorgung in der Notaufnahme.

Die Behandlung „aus einer Hand“ hat viele Vorteile:

  • schnellere Diagnosestellung
  • Optimierung der Untersuchungs- und Behandlungsabläufe
  • Vermeidung von Informationsverlusten und Doppeluntersuchungen.

Fachübergreifende Standards stellen dabei eine Behandlung nach den aktuellen Leitlinien sicher.

Die Abteilung ist als Bauchzentrum nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Gastroenterologie

Die Gastroenterologie befasst sich mit den Erkrankungen der Verdauungsorgane, also dem oberen Gastrointestinaltrakt, der Bauchspeicheldrüse, den Gallenwegen und dem Dünn- und Dickdarm.

Der Begriff „oberer Gastrointestinaltrakt“ beschreibt für gewöhnlich die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm. Hier findet man viele der sogenannten Volkskrankheiten wie zum Beispiel die Refluxösophagitis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, aber auch Tumorerkrankungen.

Die Gallenblase, Gallenwege und die Bauchspeicheldrüse bilden eine enge anatomische Einheit. Als häufige Erkrankungen sind Gallenblasen- und Gallengangssteine sowie die Bauchspeicheldrüsenentzündung zu nennen. Bedauerlicherweise sind auch Tumore in den vorgenannten Organen nicht selten, können aber bei rechtzeitiger Diagnosestellung meist gut behandelt werden.

Als wesentliche Erkrankungen des Dickdarmes seien an dieser Stelle die Colonpolypen, die Divertikulose, die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sowie der Dickdarm-/ Enddarmkrebs genannt.

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind die endoskopischen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Hier sind besonders die „Magenspiegelung“, die ERCP sowie die Coloskopie hervorzuheben. Die dabei zum Einsatz kommenden Geräte sind heute sehr dünn und flexibel, zusätzlich werden Medikamente angeboten, wodurch die Untersuchungen schmerzfrei und somit gut tolerierbar werden. Im Rahmen der Spiegelungen können Gewebeproben entnommen werden, Injektionen in die Schleimhaut erfolgen oder Polypen abgetragen werden. Auch die Behandlung von Speiseröhrenkrampfadern und Engstellen ist bei geringem Risiko möglich. Im Rahmen einer ERCP können Gallengangssteine endoskopisch entfernt werden.

Unser Ziel ist es, den Patienten eine breit angelegte, moderne gastroenterologische Diagnostik und Therapie zu bieten.

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Das Gebiet der Viszeralchirurgie umfasst die gesamte Chirurgie des Verdauungstraktes von der Speiseröhre bis zum Enddarm, ferner die Tumorchirurgie und die Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, die Chirurgie der endokrinen Organe (Schilddrüse, Nebenschilddrüsen), die Chirurgie der Leber, Gallenblase und Gallenwege, Bauchspeicheldrüse und Milz, sowie die Weichteilchirurgie, wozu auch die Operationen von Leisten- und Narbenbrüchen, sowie die Operationen von Tumoren und Entzündungsprozessen an der Körperoberfläche oder in Weichteilen im Körperinneren gehören.

Bereits seit einigen Jahren werden in unseren Kliniken die Möglichkeiten der minimal-invasiven Chirurgie ('Knopfloch'- oder laparoskopische Chirurgie) genutzt. Hierzu werden winzige Instrumente und eine Optik durch sehr kleine Schnitte ins Körperinnere eingeführt; die Operation erfolgt videogestützt. Auf diese Weise werden bei uns z.B. die Gallenblase, der Blinddarm und Teile des Dick-, Dünn- und Enddarmes entfernt. Auch die operative Versorgung von Leistenbrüchen sowie die Fundoplicatio bei Refluxkrankheit (Sodbrennen) sind auf diesem sicheren und schonenden Weg möglich. Ein minimal-chirurgischer Eingriff bedeutet für Sie als Patienten eine geringere Belastung und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt.

Einige kleinere Eingriffe können in unseren Häusern auch ambulant durchgeführt werden. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Wir beraten Sie natürlich gerne ausführlich dazu.

Bauchzentrum

Informationen zum Bauchzentrum finden Sie hier

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