Wichtige Mitteilung:

Eingeschränkte Erreichbarkeit 23.10.-29.10.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der Umstellung unserer Telefonanlage kann es in der Woche vom 23.10.2017 bis zum 29.10.2017 vorübergehend zu Einschränkungen der telefonischen Erreichbarkeit des REGIOMED Klinikums Coburg sowie der Zentralverwaltung kommen. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen.

Gerne können Sie uns eine Email mit Ihrem Anliegen senden - wir werden uns umgehend bei Ihnen melden. In medizinischen Notfällen nutzen Sie bitte die allgemeinen Notrufnummern 112 oder 116117.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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Gesundheit ganz nah. Wir sind da.
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Pneumologie

Liebe Patientinnen und Patienten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, in den letzten Jahren hat sich der Bereich Pneumologie innerhalb der II Medizinischen Klinik - Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie (Leitung Prof. Dr. J. Brachmann) - des Klinikum Coburg weiterentwickelt, wobei einige für Oberfranken einzigartige Techniken vorgehalten werden.

Durch pulmonologische Fachärzte werden neben der gängigen Lungenfunktion alle üblichen interventionellen bronchologischen Arbeitstechniken

  • starre Bronchoskopie mit Stents / Rekanalisationen mittels Kälte-, Laser- oder Argon-Sonden,
  • flexible hoch-auflösende Video-Bronchoskopie mit Minisondenultraschall zur Ortung kleiner peripherer Herde und
  • endobronchiale ultraschallgesteurte transbronchiale Nadelaspiration zur minimalinvasiven Lymphknotenpunktion (EBUS-TBNA),
  • flexible und starre Thorakoskopie sowie Mini-Thorakoskopie zur Abklärung von Rippenfellprozessen)

im Bereich Pneumologie angeboten.

Feinste MRT-Diagnostik, das seitens der NASA als einziges Kreislaufmeßverfahren auf Fremdgasbasis (Innocor-System) zugelassene Meßverfahren sowie Druck-Volumenmessungen der Herzkammern (Conductance-Katheter) runden das Angebot zur Diagnostik von Erkrankungen mit Interaktion zwischen Herz und Lunge ab. Die gegenseitigen Auswirkungen auf Herz und Lunge, aber auch ein Lungenhochdruck kann damit optimal therapiert werden. Intensivmedizinisch wird eine minimal-invasive Herz-Lungen-Maschine, mit der sowohl die Lunge, aber auch kombiniert Herz und Lunge bei entsprechendem Organversagen für bis zu einem Monat ersetzt werden können, vorgehalten. Weiterhin wird eine zwerchfellgesteuerte Beatmungsform (NAVA) angeboten, so dass gerade chronisch kranke Lungenpatienten erfolgreich therapiert werden können. Weltweit erstmalig wird mittels eines DynaCTs (rechnergesteuerte Rotationsfluoroskopie mit entsprechender Software) Navigation sehr kleiner und im Röntgenbild unsichtbarer Herde in der Lunge während einer Bronchoskopie oder einem transthorakalen Vorgehen betrieben: Je früher (und somit je kleiner) man einen bösartigen Herd geweblich beweisen kann, desto besser ist die Aussicht auf definitive Heilung. In einer aktuell laufenden Studie liegt die Abklärungsquote bei Herden > 10mm mit Hilfe dieser Technik bei > 90%. Somit werden unnötige diagnostische Operationen – gemäß Literatur in bis zu 40% der Fälle bei konventionellem Vorgehen - in der Thoraxchirurgie vermieden.

Weiterhin bieten wir als eine von zehn deutschen Kliniken ein neuartiges Verfahren zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion (Aeriseal) an, welches bei starker Überblähung bei jeder Art des Emphysems zugelassen ist. Dieses Verfahren kann im Gegensatz zum Ventileinsatz in der Lunge ohne belastende bronchoskopische Voruntersuchung, die im wesentlichen ohne Sedierung durchgeführt werden müssen zwecks Bestimmung der sog. Kollateralventilation, angewendet werden. Das Einsetzen von Lungenventilen wird bei entsprechender Indikation ebenso angeboten. Das Klinikum Coburg verfügt über eine kombinierte Ventilations-/Perfusionsszintigraphie, welche nötig ist, um bestimmte Formen des Lungenhochdrucks überhaupt zu erkennen. Das Fach Pneumologie, ist in den interventionellen kardiologischen Charakter der II. Med. Klinik voll integriert. Der Bereich ist wissenschaftlich aktiv tätig und an vielen Studien beteiligt. Häufig wird vergessen, dass ,,Lungenpatienten’’ viel schlimmer ,,herzkrank’’ sind, als angenommen oder erkannt wurde, denn im Gegensatz zum Standardpatienten sind Lungenpatienten häufig kaum belastbar und die Bildgebung funktioniert aufgrund der Atemlosigkeit des Patienten nur schlecht. Genau dieser Schnittstelle wendet sich die II. Medinische Klinik mit den o.g. Neuerungen zu. Diese Art der Integration zweier Fächer ist in Oberfranken einzigartig. Kardiopneumologie in der II. Medizinischen Klinik – schonende, minimal invasive Technik aus einer Hand zum Wohle unserer Patienten. 

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer

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