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Hochschulbildung

Die REGIOMED-Akademie

Hochschulbildung

Vor etwa 25 Jahren begann die Entwicklung der Pflege- und Gesundheitswissenschaft gefolgt von einer Theorie- und Konzeptentwicklung zur Fachdidaktik im Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe. Die Didaktik als Wissenschaft vom Lehren und Lernen kristallisierte hierbei verschiedene pflegerelevante Perspektiven heraus. Das Besondere innerhalb der Pflegedidaktik ist, dass der Mensch als "Gegenstand" des Lernens in seinem Gesundheits- und Krankheitskontinuum sowie gesellschaftlichem Kontext zu sehen und somit andere Lehr- und Lernerfordernisse als in der allgemeinen Didaktik benötigt werden.

Auch die Zunahme hochkomplexer Pflegebedarfe, Multimorbidität der Pflegebedürftigen, der Grundsatz ambulant vor stationär und der pflegerische und medizinische Fortschritt begründen die Notwendigkeit der Pflegeausbildung mit berufsbegleitendem Studium. Hochschulisch ausgebildete Pflegende können Pflegeprozesse und Pflegehandlungen Evidence-basiert durchdenken, planen und durchführen und optimale Pflegeziele für Bewohner, Klienten und Patienten in der ambulanten und stationären Kurz- und Langzeitpflege sowie in den Einrichtungen der Altenhilfe erreichen. Auch transferieren hochschulisch ausgebildete Pflegende forschungsgestützte Lösungen in die Pflege und verbessern so die Pflegequalität.

Weiterbildung zur Stationsleitung gestartet:

18.10.2019

Zehn Pflegekräfte aus verschiedenen Krankenhäusern in Franken und Thüringen starteten in dieser Woche an der Hochschule Coburg mit ihrem Modulstudium. Das Weiterbildungskonzept basiert auf einer Kooperation der Hochschule Coburg mit der REGIOMED-Akademie. Ziel des Programms ist die Weiterbildung zur Stationsleitung nach den Standards der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Neun junge Frauen und ein junger Mann, die als Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger in Krankenhäusern der Region arbeiten, starteten an der Hochschule Coburg gemeinsam ihre Weiterbildung zur Stationsleitung. Sie kommen von den REGIOMED-Kliniken in Coburg und Lichtenfels, der Schön Klinik Bad Staffelstein, dem Sana Klinikum Hof, den Haßberg Kliniken und dem Klinikum Bad Salzungen. 

Ihr Ziel ist es, sich für die Leitung einer Station zu qualifizieren. Dafür müssen sie sich insgesamt 520 Stunden fortbilden. 50 Prozent der Module absolvieren sie an der REGIOMED-Akademie und 50 Prozent an der Hochschule Coburg. Hier bekommen sie insbesondere Kenntnisse in Controlling, Personalführung und Organisation vermittelt. Die fachspezifischen pflegerischen Inhalte werden durch Dozentinnen und Dozenten der REGIOMED-Akademie gelehrt.

Laura Weiß, die in der Schön Klinik Bad Staffelstein auf der Intensivstation arbeitet, schätzt an der Weiterbildung, dass sie sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kliniken austauschen kann. Und sie ergänzt: „Es ist zwar ungewohnt, im Seminarraum zu sitzen. Aber die Module sind sehr informativ und gut gestaltet. Und man kann seine eigenen Erfahrungen aus dem Berufsleben einbringen.“ Tanja Wüstenhöfer von den Haßberg Kliniken darf sich einmal im Monat für eine Woche als richtige Studentin fühlen, denn sie wohnt in dieser Zeit auch in Coburg und nimmt sich so eine bewusste Auszeit für die Weiterbildung. Sie erzählt: „Besonders interessant finde ich das Rechtsthema und die Kommunikation mit den anderen. Alle hier sind sehr aufgeschlossen.“ Für Dr. Dorothea Thieme, Leiterin der REGIOMED-Akademie, ist diese Weiterbildung ein moderner Weg, die Pflegeberufe aufzuwerten.

Text: Hochschule Coburg

Duale Studiengänge bei REGIOMED

Weitere Infos finden Sie hier.

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