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Gesundheit ganz nah. Wir sind da.
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Zentrum für Schmerzmedizin

Sehr geehrte Patientin,
sehr geehrter Patient,

in unserem Zentrum für Schmerzmedizin bieten wir Ihnen Hilfe für ein aktives und selbstbestimmtes Leben.

Viele Menschen leiden unter lang andauernden Schmerzen. Häufig kommt es dadurch zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Mitunter führen chronische Schmerzen auch zu Depressionen oder dazu, dass die Betroffenen den Umgang mit ihren Mitmenschen als belastend empfinden.

Nicht jeder Schmerz führt zu einer Schmerzerkrankung, aber jede Schmerzerkrankung betrifft Körper und Seele. Schwerwiegende Ereignisse im Leben eines Menschen können zu Schmerzen führen oder Schmerzen aufrechterhalten.

Wer wir sind

Wir sind ein Team aus Ärzten, Therapeuten und Psychologen, die über hochqualifizierte Ausbildungen in den angebotenen Behandlungsfeldern verfügen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in unsere Arbeit ein. Zu diesem Zweck bilden sich unsere  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich fort.

Was bietet das Zentrum für Schmerzmedizin?

Es ist wichtig, die individuellen Krankheitssymptome zu erkennen und den Körper, die Seele sowie die Folgen der Schmerzkrankheit ganzheitlich zu behandeln. Wir verstehen den Menschen als ein Ganzes, bei dem sich Körper und Seele nicht trennen lassen.

Zusammen mit Ihnen entwickeln wir ein Behandlungskonzept in unserer Schmerzambulanz oder im Rahmen einer stationären Schmerzbehandlung.

Wir bieten Ihnen - je nach Ursache und Ausprägung Ihrer Schmerzkrankheit - die gesamte Bandbreite der modernen und wissenschaftlich gesicherten Schmerztherapie einschließlich der Anwendung neuromodulativer SCS-Verfahren und Pumpensystemen sowie multimodaler Behandlungskonzepte. Wir beraten unsere Patienten, die Klinik und unsere niedergelassenen Kollegen in allen Fragen der Schmerzbehandlung. Bei komplexen Fragestellungen steht mit unserer radiologischen Abteilung modernste Bildgebung zur Verfügung, bei den wöchentlichen Teambesprechungen und regelmäßigen Schmerzkonferenzen werden wir durch Kollegen der operativen und internistischen Fachbereiche zusätzlich unterstützt.

Jeder Mensch ist anders

Es ist wichtig, Ihre persönlichen Symptome zu erkennen und den Körper, die Seele sowie die Folgen der Schmerzkrankheit ganzheitlich zu behandeln. Körper und Seele lassen sich nicht trennen, der Mensch ist ein Ganzes. Zusammen mit Ihnen entwickeln wir ein Konzept, das auf Langfristigkeit setzt. Es geht um Veränderung, dafür braucht es Zeit und Raum. Kernstück unserer Behandlung ist die intensivierte Multimodaltherapie.

Getrenntes miteinander verbinden

Die Neurobiologie spricht heute von der Schmerzmatrix. Das bedeutet, dass Belastungen jeder Art das Schmerzerleben beeinflussen. Dies ist die Kernbotschaft. Die Multimodaltherapie stellt die körperlichen, psychischen und sozialen Aspekte einer Schmerzerkrankung in den Mittelpunkt der Behandlung. Die einzelnen Elemente der Multimodalbehandlung sind ein Spiegel der Vielseitigkeit einer Schmerzerkrankung. Bei der Behandlung geht es um nachhaltige Veränderung. Gemeinsam mit Ihnen arbeiten wir aktiv an einer Veränderung der belastenden Situation. Ziel ist es, langfristig ein selbstbestimmtes Leben mit mehr Lebensqualität zu führen. Die multimodale Schmerztherapie entspricht dem aktuellen Stand der Wissenschaft, erfolgt bei uns stationär und enthält einzel- und gruppentherapeutische Angebote, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Organisatorisches

Wenn Sie sich für eine Behandlung bei uns interessieren, rufen Sie uns einfach an. Wir vereinbaren mit Ihnen zunächst einen Erstvorstellungstermin.Ihre Angaben sollen uns helfen, Ihre Schmerzkrankheit besser zu verstehen. Dazu bitten wir Sie, alle bereits vorhandenen Vorbefunde und Röntgenbilder sowie eine Überweisung Ihres Haus- oder Facharztes zur Erstvorstellung mitzubringen. Sollten die vorhandenen Befunde nicht ausreichen, veranlassen wir weitere Diagnostik, damit wir Ihnen ein individuelles Therapiekonzept anbieten können. Sollten Sie an einer Tumorschmerzerkrankung oder an neu aufgetretenen Nervenschmerzen leiden, so bekommen Sie bei uns umgehend einen Termin.

Aktuelle Projekte

Kedoq-Schmerz

KEDOQ-Schmerz ("KErnDOkumentation und Qualitätssicherung") ist das Programm der Deutschen Schmerzgesellschaft zur Kerndokumentation und Qualitätssicherung. Es richtet sich an Einrichtungen, die Patienten mit chronifizierenden und chronischen Schmerzen ambulant, teilstationär oder stationär versorgen.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. lädt schmerztherapeutische Einrichtungen zur Teilnahme ein. Sie hat eine KEDOQ-Schmerz-Kommission einberufen, die die Details zur Dokumentation und den Nutzen von KEDOQ-Schmerz für die teilnehmenden Einrichtungen überwacht.

Fragen und Wünsche: KEDOQ-Schmerz-Kommission

Die KEDOQ-Schmerz-Kommission übernimmt die inhaltliche Steuerung für KEDOQ Schmerz in Abstimmung mit dem Präsidium der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V..

• Sie gibt Informationen zu den Programmanbietern, je ein Nutzer ist Mitglied der Kommission.
• Sie ist Ansprechpartner für CLARA bei Rückfragen der Einrichtungen, die die Projektdurchführung betreffen.
• Sie ist zuständig für die Kommunikation mit den Softwareherstellern.
• Sie beschließt die Anforderungen an die Webseite und die Auswertungen, begutachtet die datenschutzrechtlichen Aspekte von Datenübermittlung und Datenhaltung bei CLARA.

Die KEDOQ-Kommission nimmt Anträge zur Datennutzung entgegen und berät auf Wunsch. Solche Anträge werden dem KEDOQ-Ethikbeirat unter der Leitung von Professor Hardo Sorgatz vorgelegt.

• Dr. Klaus Böhme, Kassel
• Dr. Florian Bosse, Kassel
• Professor Dr. Raimund Casser, Mainz
• Professor Dr. Michael Hüppe, Lübeck
• Professor Dr. Thomas Kohlmann, Greifswald
• Dr. Bernd Nagel, Mainz
• Professor Dr. Michael Pfingsten, Göttingen
• Professor Dr. Frank Petzke, Göttingen

Pain 2020

Patientenorientiert.Abgestuft.Interdisziplinär.Netzwerk

Das Projekt untersucht, ob eine neue Versorgungsform die Versorgungsqualität und -effizienz von Menschen mit Risikofaktoren für chronifizierende Schmerzen verbessern kann. Ein Element dieser neuen Versorgungsform ist die umfassende Untersuchung der Betroffenen in Form eines interdisziplinären multimodalen Assessments durch ein Team aus ärztlichen, psychologischen und physiotherapeutischen Disziplinen. Dies soll gemeinsam Diagnosen stellen und Therapien empfehlen.

Die Behandlungsverläufe und -ergebnisse der neuen Versorgungsform werden mit denen der Regelversorgung verglichen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 7 Millionen Euro gefördert. Im Erfolgsfall entsteht das Modell einer ressourcenorientierten und interdisziplinären Diagnostik sowie eine patientenorientierte und bedarfsgerechte Therapie für Menschen mit Risikofaktoren für eine chronische Schmerzentwicklung.


Ziele des Projektes

Das Projektziel liegt in der Verbesserung der Versorgungsqualität und Versorgungseffizienz für Patienten mit Risikofaktoren für chronifizierende Schmerzen durch:

• die Einführung eines frühen interdisziplinären multimodalen Assessments (IMA) mit systematischen Aufgreifkriterien und anschließender Steuerung schmerzkranker Patienten in ein für sie optimales Behandlungssetting

• das Angebot von 2 niederschwelligen interdisziplinären multimodalen (Schmerz-) Therapiemodulen Edukation und Begleittherapie zusätzlich zu fachbezogener Diagnostik und Therapie

Zielgruppe

Die Zielgruppe der neuen Versorgungsform sind Patienten mit Schmerzen, die ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung aufweisen. Sie werden als Population durch folgende primäre Indikatoren charakterisiert:

• Alter ab 18 Jahre
• BARMER oder KKH versichert
• Schmerzen seit mehr als 6 Wochen oder Schmerz-Rezidive trotz fachspezifischer Behandlung
• Einschränkung des Lebensvollzugs und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität durch den Schmerz
• mit Risiko zur Chronifizierung ihrer Schmerzen
• aktuelle Arbeitsunfähigkeit seit 4 Wochen bzw. kumulierte Arbeitsunfähigkeit von mind. 6 Wochen in den vergangenen 12 Monaten
• schmerzrelevante Diagnosen zur Schmerzlokalisation und weiteren Erkrankungen
• eine anstehende Therapieentscheidung zu einem operativen Eingriff
• ausgeprägtes medizinisches Inanspruchnahmeverhalten

Weiterführende Informationen

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