Wichtige Mitteilung:

Alarmstufe ROT: Onlinepetition gegen Kostenexplosion in Krankenhäusern

Alarmstufe ROT: Onlinepetition gegen Kostenexplosion in Krankenhäusern

Bundesweit sorgen Krankenhäuser im Rahmen der Aktion „Alarmstufe ROT“, initiiert von der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Landesverbänden für Aufsehen. Sie sensibilisieren für die prekäre wirtschaftliche Situation der Kliniken angesichts von explodierenden Kosten und Inflation.

Bundesweit sorgen Krankenhäuser im Rahmen der Aktion „Alarmstufe ROT“, initiiert von der Deutschen Krankenhausgesellschaft und den Landesverbänden für Aufsehen. Sie sensibilisieren für die prekäre wirtschaftliche Situation der Kliniken angesichts von explodierenden Kosten und Inflation.

Auch die REGIOMED-Kliniken GmbH schließt sich den Forderungen nach einem Inflations- und Energiekostenausgleich an. Ohne drohe die „wirtschaftliche Intensivstation“ für viele Häuser. Hintergrund sind die gestiegenen Kosten für Medizinprodukte, ausgelagerte Dienstleistungen wir Wäschereien vor allem aber die extrem gestiegenen Energiekosten, die sich aufgrund der reglementierten Preisgestaltung für die Kliniken aktuell nicht refinanzieren lassen.

Alle Kliniken im REGIOMED-Verbund befürworten die Aktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) einen Inflationsausgleich zu fordern, um eine noch massivere Kostenkonsolidierung mit möglichen negativen Folgen für die Patientenversorgung zu vermeiden. Die DKG hat hierfür eine Petition gestartet, die von REGIOMED unterstützt wird: https://www.openpetition.de/!AlarmstufeRot

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Medizinisches Simulationstraining

Trainingseinheiten mit Paul für mehr Patientensicherheit

Simulationspuppe "Paul"

Die Reanimation eines Kindes ist ein seltenes Ereignis. Noch seltener muss ein Neugeborenes wiederbelebt werden. Glücklicherweise. Dennoch kann dieser Fall eintreten und dann hängt es neben der medizinischen Ausstattung der jeweiligen Klinik insbesondere von den Fähigkeiten des versorgenden Teams ab, ob und mit welcher Lebensqualität die Betroffenen die Notfallsituation überleben. Der Qualitätsanspruch der heutigen Medizin macht es daher erforderlich, gerade seltene Ereignisse besonders professionell zu trainieren. Bei diesen Trainings hilft bei REGIOMED "Paul" - unsere besondere Babypuppe.

Simulationstrainings sind bereits seit vielen Jahren – insbesondere als Trainingsmethode in Risikobereichen – bekannt. Als erstes fällt einem hier bestimmt die Ausbildung angehender Piloten in Flugsimulatoren oder die Vorbereitung eines Astronauten auf eine Weltraummission ein. Doch auch in der Medizin ist diese Art der Fort- und Weiterbildung in den letzten Jahren stark im Kommen. Dabei geht es darum, komplexe Vorgänge so realistisch wie möglich unter Laborbedingungen abzubilden. Das Team trainiert daher „in-situ“ – also nicht im Hörsaal, sondern vor Ort mit dem originalen Equipment. Dabei wird es von Spezialisten für Teamarbeit betrachtet, auch nicht-medizinische Aspekte werden beleuchtet. Im Anschluss an diese Trainings erfolgt eine intensive Nachbesprechung, in welcher die Trainingssituation gemeinsam im Team diskutiert wird.

Realistisches Training für den Notfall

„Gerade sehr kleine Frühgeborene sind auch für erfahrene Ärzteteams eine Herausforderung“. Treten bei den Kindern beispielsweise Atemnotfälle oder Herz-Kreislauf-Probleme auf, müssen alle Handgriffe im Team präzise aufeinander abgestimmt sein.“ Die Idee hinter dem Training mit Simulationspuppen lautet daher: Je realistischer ein Training ist, umso besser kann das Erlernte in der realen Notfallsituation abgerufen werden."

Neues Zeitalter für Teamtraining

"Mit Paul erreicht das Simulationstraining im Bereich der Frühgeborenenversorgung in der Kinderklinik ein neues Zeitalter. Nie zuvor war es möglich, Mediziner und Pflegekräfte gemeinsam so professionell zu schulen und zu trainieren“.

Video Simulationstraining mit Paul

Wer ist "Paul"?

Simulationspuppe "Paul"

Die sogenannten „Patientensimulatoren“ wurden in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. So auch „Paul“ – ein hochmoderner und sehr spezieller Simulator, der einen frühgeborenen Patienten darstellt. Das Besondere: „Paul“ sieht einem echten Frühchen nicht nur täuschend ähnlich, er entspricht auch im Inneren dank hochsensibler Technologie der Anatomie eines Frühgeborenen – um genau zu sein: einem Frühgeborenen der 27. Schwangerschaftswoche, das somit 13 Wochen zu früh geboren ist und ein Gewicht von nur etwa 1000 Gramm hat.

Damit ist „Paul“ der kleinste High-End-Simulator weltweit. Kabellos gesteuert über einen Computer, kann er alle Krankheitszeichen im Frühgeborenenalter lebensecht simulieren. Bei einer nicht ausreichenden Sauerstoffzufuhr beispielsweise wird er blau und hört schließlich komplett auf zu atmen. Auf hoch-emotionale Weise werden die Ärzte und Pflegefachkräfte in das Training involviert.

Gerade einmal zehn Exemplare der Puppe sind deutschlandweit im Einsatz – seit Ende 2020 gibt es auch einen „Paul“ in Nordbayern, eingesetzt in den REGIOMED Kliniken.

Finanziert wurde die Anschaffung der Simulationspuppe durch eine großherzige Spende der Stiftung CoJuKi sowie der Stiftung für Natur und Kinder von Klaus Habermaass.

Mit „Paul“ wird fleißig trainiert, um die Versorgung von Neu- und Frühgeborenen im REGIOMED-Verbund künftig noch besser und vor allem sicherer zu gestalten.

Projekt RegioSIM

Für die Zukunft gibt es bei REGIOMED weitere Pläne, zusammengefasst unter dem Projekt „RegioSIM“. Denn das Thema Simulationstraining soll sich nicht allein auf die Früh-geborenenversorgung beschränken, sondern langfristig auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. Eigene interne Schulungen – zunächst für die anderen Kliniken im REGIOMED-Verbund, perspektivisch aber auch darüber hinaus – wurden und werden angeboten.

Im Projekt RegioSIM sollen zukünftig alle bereits bestehenden Simulationsbemühungen bei REGIOMED gebündelt und auf alle Bereiche und auch auf fachübergreifende Szenarien ausgeweitet werden. Neben den bereits bestehenden Trainings innerhalb der Kinderklinik haben wir deshalb seit 2021 unser Programm auf das Training von Neugeborenen-Notfällen in allen geburtshilflichen Abteilungen bei REGIOMED ausgeweitet. Im nächsten Schritt wollen wir das Programm auf geburtshilfliche und anästhesiologische Notfälle ausweiten. Ziel ist in ca. 5 Jahren in möglichst vielen Fachbereichen ein qualitativ hochwertiges Training zu etablieren, die Medical School einzubinden und im optimalen Fall den Grundstein für ein echtes Simulationszentrum gelegt zu haben.

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